2004-07-13

Scotland

Als wenn ich noch mehr Beweise gebraucht haette wird auch England schoen sobald man nur weit genug von den Staedten weg ist. So fahre ich ueber einspurige Feldwege zwischen hohen Hecken und Maeuerchen durch die Aecker; ueber sandige Schotterpisten durch Duenen und schlammig Kuhpfade auf der Steilkueste ueber dem Meer. Vorbei an alten Burgen und Haeusern. Die Landbevoelkerung scheint im Durchschnittsalter weit jenseits der 60 zu liegen und zu den Gebaeuden zu passen.

Per Haengebruecke gehts ueber den Fluss Tweed und damit nach Schottland. Dort fahre ich einen Umweg in die Sackgasse zum St Abbs Head Nationalpark, einer sehenswerten Klippe in die Nordsee. Allerdings bin ich durch Norwegen etwas verwoehnt was Klippen angeht und die gerade einmal 90m beeindrucken mich nicht sonderlich ;-)

Mir gehts immer noch total beschissen, ich schleiche die Kilometer muehsam ab, und so lasse ich mich abends auf nem Campingplatz nieder um der Wasser und Zeltplatzsuche zu entgehen. Beides nicht so einfach, da jeder Quadratzentimeter Land kultiviert ist und Oberflaechenwasser komplett verseucht. Ich muss wohl ziemlich fertig ausgesehen haben, denn die erste Frage auf dem Platz ist ob alles in Ordnung sei mit mir. Ich will frueh schlafen, bin aber umzingelt von 3 Zelten: aus dem einen schallen ein Radio und kichernde Goeren, aus dem anderen ein Generator und heulendes Baby und aus dem dritten der lautstarke Streit eines Paerchens und anschliessend ihr Versoehnungssex. Und mittendurch rennen klaeffende Koeter. Na dann, gute Nacht!

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