2004-03-16

More Motivation (German)

Etwas später schließt sich noch ein junger chinesischer Mountainbiker an, ein roter Bergsteigerhelm baumelt an seinen Gepäcktaschen. Er will von Lhasa aus noch den Qomolongma bezwingen. Normale Typen sind in dieser Gegend einfach nicht zu finden.

Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum

Einer der glücklichsten Momente im Leben eines Menschen ist, so denke ich, der Beginn einer Reise in ein unbekanntes Land. Hat man erst einmal mit grosser Mühe die Fesseln der Gewohnheit der Routine, den Mantel vieler Sorgen und die Plackerei des Alltags abgeschüttelt, fühlt man sich noch einmal glücklich. Das Blut pulsiert wie in der Kindheit ... ein Gefühl wie an einem frischen Morgen des Lebens. - Richard Francis Burton, 1856

Nichts ist auf der Welt so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist. - Victor Hugo

Der Name Papalagi (sprich: Papalangi) stammt von einem Südseehäuptling. Der hat nämlich mal was ziemlich gescheites gesagt! Nur leider hat niemand so richtig hingehört.
"Die Maschine ist ein schönes Spielzeug der weissen grossen Kinder, und alle seine Künste dürfen uns nicht schrecken. Sie haben noch keines Menschen Leben verlängert, haben ihn auch nicht froher und glücklicher gemacht. Nicht ungestraft versucht der Weisse, sich selber zum Fisch und zum Vogel zu machen. Wenn ich reite, komme ich wohl schnell von der Stelle, aber wenn ich wandere, sehe ich mehr und die Freunde rufen mich in die Hütten. Schnell an ein Ziel zu kommen ist selten ein rechter Gewinn"

Auto ade - tut gar nicht weh

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte. - Bertold Brecht

Wir mögen die Welt durchreisen, um das Schöne zu finden, aber wir müssen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht. - Ralph Waldo Emerson

Nichts Schöneres kann eine Reise dir schenken - als wenn sie dir bei ihrem Beginn bewusst macht, dass sie Chancen birgt.

Nicht das richtige Rad muss ich haben, sondern die richtige Einstellung

Wolkenlos blauer Himmel, trockene Hitze, aufgeweichter Asphalt, totale Einsamkeit. Ich bin von dieser Landschaft restlos begeistert.

Neben uns tief herunter reichende Gletscher, ein Meer an bunten, wehenden Gebetsfahnen, grandiose Aussicht auf die Unendlichkeit der Landschaft lassen alle Anstrengungen schnell vergessen. Diese intensiven Gefühle sind mit keinem Geld der Welt zu erkaufen.

Wer hier nicht mindestens für ein halbes Jahr unterwegs ist, ist ein Kurzurlauber. - Thomas Daniel, Quito

Für 1 Meter Straße können genauso 10 Meter Radweg gebaut werden, wie auch 10 Fahrräder auf EINEM Autoabstellplatz Platz finden. Zudem haben Radfahrer einen geringeren Krankenstand. - WDR. Sendung: SERVICEZEIT

Das Fahrrad ist ideal, um das Reisen zu entschleunigen
auf der Suche nach dem Ende der Welt
denn länger ist weiter ist schöner

Jeder hat sie schon einmal gesehen. Auf der Rast an Fährterminals, unterwegs auf irgendwelchen Küstenstraßen oder bei den Zelten auf einem Campingplatz. Sie sind stille unauffällige Zeitgenossen mit dem Hang zur Isolation. Zuweilen wortkarg im Umgang mit Wesensfremden, wie Automobilclub-Mitgliedern, Wohnmobil-Freunden oder Surf-Beaus, kann die Anwesenheit weiterer Angehöriger dieser raren Spezies wahre Wunder wirken. Der zufällige Betrachter wird dann Zeuge von ausschweifenden Gesprächen und dramatischen Berichten aus einer anderen Welt.
Auf Landstraßen und Highways, die die Ozeane miteinander verbinden, sind unsere Freunde zuhause. Leicht gebeugt über einem umwickelten Lenker, kurbeln Sie über das Land. Abseits der Zivilisation legt sich ein schwacher Grauschleier über diese Gestalten, und der Geruch feuchtwarm gelagerter Wäsche erfüllt ihre Nähe. Ihre Gesichter und all die Dinge, die diese Touren miterleben, sind gezeichnet von der Sonne, dem Wind und dem Regen. Es ist müßig zu fragen, was diese Menschen zu ihrem befremdlichen Tun bewegt. Denn selbst wenn sie antworten würden, es wäre kaum zu verstehen. Extreme Fahrradtouren werden als mentale und physische Herausforderung und als Bewältigung innerer und äußerer Einflüsse erlebt. Die unmittelbare Umgebung wird als Teil dieser Auseinandersetzung sehr intensiv wahrgenommen. Die durchfahrene Natur muss erarbeitet werden und die Bewältigung einer besonders anspruchsvollen Strecke, das Erreichen einer Sehenswürdigkeit oder die Begegnung mit einem seltenen oder wilden Tier erscheint dabei als persönlicher Erfolg. Diese nüchterne Analyse wird dem Wechselspiel ohnmächtiger Wut, größenwahnsinnigem Stolz und kindlicher Freude, wie es auf Radtouren durchlebt wird, in keiner Weise gerecht. Eine extreme Radtour kann man nur erleben, indem man sie fährt. Ich bin wohl einer von diesen merkwürdigen Typen, die sich auf dem ewigen Weg ans Ende der Welt völlig vergessen können. Seit 14 Jahren bewege ich mich nun immer wieder in den mediterranen bis subpolaren Klimazonen dieser Erde mit dem Fahrrad. Meine Erfahrungen auf diesen Touren haben mein Leben geprägt und die Abhängigkeit von meinem allgegenwärtigen Begleiter mündeten in einer Passion für Fahrradtechnik. - Sören Knoll

Warum ich lieber nach China radeln will anstatt zu Hause zu bleiben: Modisch : Ist im Trend. Steht sogar auf dem Breuninger-Katalog für die Frühjahrsselektion: "Der Sonne entgegen". Hätten wir uns gleich patentieren lassen sollen, den Slogan. Und bei H&M werden Schleier, Schals und Burkas verkauft à la orientale. Mal gucken, vielleicht sind im Iran jetzt Schlaghosen und einträgerige Tops in. Also pure Neugier und Abenteuerlust.
Physisch : Die eigenen Grenzen erreichen.
Psychologisch : Eskapismus, dem Ernst des Lebens davonradeln. Oder Penisneid.
Neurologisch : Neue Vernetzungen der Gehirnströme.
Materialistisch : Jetzt habe ich schon so viel Geld gespart, also muss ich es ausgeben.
Glaubwürdigkeit : Hab schon allen davon erzählt, no more way to chicken out.
Politisch : Wir werden eine radelnde demokratische Keimzelle.
Ökonomisch : Wir kurbeln die Wirtschaft an, indem wir unser Geld nicht mehr auf Nummernkonten in der Schweiz verschwinden lassen, sondern es volle Kanne ausgeben, ... und weil es mir das Saxophon des Musikers unter der Dreisambrücke zuraunte, und weil mich 500 Meter weiter der herabfallende Ast nicht getroffen hat.
- Sarah, www.radnomaden.de

Niemand hat das Recht....
...zu gehorchen! - Hannah Arendt, Totalitarismusforscherin

Ein Reisender ist ein Mensch, der sein Leben in vollen Zügen genießt.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

PS. Der Umweg ist das Ziel. Denn länger ist weiter ist schöner.

Oft liegt das Ziel nicht am Ende des Weges, sondern irgendwo an seinem Rand. - Ludwig Strauss (1892-1953)

It doesn't matter how tired, soaked or freezing we are- if you meet us on the mountainside in the dark with flat tires during a hurricane, we'll insist that we're having the time of our lives. - http://www.backintheworld.com

Wherever you go, well, there you are.

The number one rule of travelling; Take your chances!

Remember that beyond your dreams, is reality.
But reality is not beyond your dreams.
And dreams are not beyond reality.

The more you know, the more you grow. And growing is half the battle.

Mountains are cathedrals: grand and pure, the houses of my religion. I go to them as humans go to worship...From their lofty summits, I view my past, dream of the future, and with unusual acuity I am allowed to experience the present moment. My strength renewed, my vision cleared, in the mountains I celebrate creation. On each journey I am reborn. - Anatoli Boukreev

After all, I work to live; I don't live to work.

GOD!!! This is the final straw. I'm DONE with school after this semester. I'm moving to the mountains and finding my soul. - tenn_dawg, www.rockclimbing.com

I don't care when the sun goes down
Where I lay my weary head.
Green, green valley or rocky road;
It's there I'm gonna make my bed.

Under a willow, there we will rest,
Watching the fading light.
Earth for a pillow, dreams that are blessed,
Darkness enfolding the night.

The warm, wet wind blows me along
As I ride my bike in the cream moonlight
Down the road that leads from my home.
The sky's black-blue, the clouds are white,
The stars are silver dots. To me belong
The night and sky, as all are 'sleep except for me,
Me and those puff clouds that smoothly roam,
And like them, I long to be free.
- Ken Kifer, http://www.kenkifer.com/bikepages/lifestyle/why.htm

While two years in Africa I was rich because I had a fully loaded mountain bike, reaching Europe, I am poor, because I have a fully loaded mountain bike. - Claude Marthaler