2004-05-05

Romania

Grmpf! Nix Expedition heute. Ich lieg seit zwei Stunden im Zelt und warte, dass der Regen aufhoert. Dabei hatte ich es extra so aufgebaut, dass ich morgens von der Sonne geweckt werde. Jetzt bin ich seit 8Uhr wach und die Sonne hat sich immer noch nicht blicken lassen. Dafuer klopft Martin an meine Tuer. Martin ist seit ein paar Wochen mit dem bike unterwegs, gestartet ist er in Berlin mit Ziel Australien. Wir unterhalten uns (endlich mal wieder Muttersprache!) und tauschen Adressen aus. Martin hat sich um seine benoetigten Visa von Deutschland aus gekuemmert, hat da also alles in trockenen Tuechern und ist sicher vor Pannen wie der meinen. Dafuer ist er bereits jetzt in Zeitstress und muss einen genauen Zeitplan einhalten um den Visums Terminen nachzukommen. Da weiss ich echt nicht, was besser ist... Er faehrt mit der merkwuerdigsten Beladung, die ich gesehen habe: die beiden grossen Ortliebs vorne, eine (!) kleine hinten und nen Packsack quer rueber. Wie um die erwaehnten Floating Qualtitaeten des Flusses zu unterstreichen zischt ne Gruppe Canoe Touristen an meinem Lagerplatz vorbei. Das Wetter bleibt gewoehungsbeduerftig (read: beschissen!) und so verzichte ich auf ne Trekking Tour und begnuege mich damit den Pass zu fahren. Mit 1428m Hoehe nicht sonderlich beeindruckend. Es gewittert und regnet abwechselnd, meine Regenklamotten, die sonst ne Stunde oder so trockenhalten sind bei den Guessen innerhalb von 10 Minuten durch. Der Wind dreht auch jede Sekunde. Ein gutes hat das ganze aber: so Blitze sehen ueber den Bergketten noch um einiges beeindruckender aus als sonst. Der Stil der Haeuser hat sich erneut veraendert. Hier wird viel mit Holz gebaut, es gibt viele Rohbauten. Vor den Grundstuecken stehen freistehende, ueberdachte, reich mit Schnitzereien verzierte Eingangstore. Oft 4m hoch, sieht komisch aus, da der sonstige Zaun gerade huefthoch ist. Es gibt auch das erste mal eine erkennbare touristische Infrastruktur mit "frei Zimmer" und "Zimmer freie".

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