2004-06-20

Norway

Wunderschoene Kueste. Schmale Strasse, links steile Berghaenge, rechts Klippe ins Meer. Wohnhaeuser sind teilweise auf Felsen im Wasser errichtet und nur ueber hoelzerne Haengebruecken zu erreichen. Im Inland nennt ein Schild den Familiennamen und deutet auf einen schmalen Trampelpfad - das Haus selbst ist nirgendwo zu sehen, versteckt in gruenen Haengen. Der fehlende Wind gestern war wohl lediglich ein Ausrutscher, heute blaest er mir wieder ins Gesicht. Eine Faehre faellt aus (Sommerfahrplan gilt erst ab morgen), weshalb ich mich einige Stunden mit Lesen in der Sonne und Unterhaltung mit einem ebenfalls wartenden deutschen Radfahrerpaerchen beschaeftige.

Die knapp zweistuendige Ueberfahrt auf dem kleinen Schiff ist recht amuesant: sobald wir den schuetzenden Fjord verlassen haben bekommt man einen kleinen Vorgeschmack vom Seegang auf dem offenen Atlantik. Aus dem Fenster sieht man in einem Moment nur Wasser, im naechsten nur Himmel. Auf Deck taumeln die Leute wie Betrunkene durch die Gegend. Jemand versucht volle Kaffeetassen eine Treppe hochzutragen und kommt oben mit leeren an. Kein Wunder, dass unsere Fahrraeder gut vertaeut wurden. Auf der Insel sind die Daecher einiger Haeuser zusaetzlich mit Drahtseilen zum Boden abgespannt und gesichert - scheinbar war alles, was ich bisher erlebt habe lediglich eine leichte Brise.

Norwegen ist nach Luxemburg das reichste Land Europas und Oslo die teuerste Stadt der Welt - deswegen schmilzt meine Kohle also so dahin... hmm...

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